über “Tom meets Zizou” letzte Woche im atelier–Kino im Savoy–Theater

Letzte Woche Donnerstag war ich im atelier–Kino im Savoy–Theater in Düsseldorf und habe mir den Film “Tom meets Zizou” angesehen.

Ich hatte mir per E-Mail Karten zurücklegen lassen, da ich mir nicht sicher war, ob die Vorstellung nicht ziemlich voll werden würde. Im Nachhinein hat sich rausgestellt, dass noch etliche Plätze zu haben gewesen wären. Im Kino gab es Schlüssel Alt aus der Flasche, worüber ich mich sehr gefreut habe. Auch der Mensch hinter der Theke, die gleichzeitig die Kasse ist, war sehr nett – was man aus diversen Multiplexen – ich sag mal nicht unbedingt gewohnt ist.

Da ich ein fauler Sack bin und den Film auch nicht unbedingt in eigenen Worten so zusammenfassen könnte, dass die Zusammenfassung ihm gerecht werden würde, hier die offizielle Version:

Tom Meets Zizou — Kein Sommermärchen. ist die erste Langzeit-Dokumentation über einen Deutschen Fußballprofi (2003-2011). Der Film setzt ein, als der 22-jährige Thomas Broich als Zweitligaspieler von Wacker Burghausen in der bayrischen Provinz und als hochtalentierter Mittelfeldstratege von sich Reden macht. Schnell wird er in einem Atemzug mit Spielern wie Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski und Philipp Lahm als “Hoffnungsträger” für die Nationalmannschaft genannt. Broich liebt das Leben, Literatur und moralische Werte und wird von den Medien schon bald als der “andere Fußballprofi” entdeckt und gepriesen. Seine Vorliebe für klassische Musik und Hochkultur bringt ihm gar den Spitznamen “Mozart” ein. Broich gefällt sich in dieser Rolle. Der Boulevard stilisiert ihn als “Gladbachs neuer Netzer”.

Als großes Ziel nennt er nun allerdings nicht mehr, eines Tages beim FC Bayern München zu spielen. Vielmehr möchte er neue Kulturen, Menschen und Länder kennen lernen. Es dauert nicht lange und er bekommt Probleme mit besonders autoritären Trainern, wie dem militärischen holländischen Meistercoach Dick Advocaat oder Kölns Startrainer Christoph Daum. Mit den Mechanismen der Branche und den handelnden Charakteren kann er sich immer weniger identifizieren. Das “Anders Sein” und die Erwartungshaltung von Zuschauern und Medien an den “Fußball-Mozart” wenden sich nun gegen Broich, seine Karriere gerät ins Wanken.

Selbst seinem Freund und Trainer Michael Oenning gelingt es beim 1. FC Nürnberg nicht mehr, die Negativentwicklung zu durchbrechen. 2009 bemerkt Broich bei sich Symptome von Depressionen und ist kurz davor seine Fußballschuhe an den vielzitierten “Nagel” zu hängen. Doch hat er noch eine bessere Idee. Im Frühsommer 2010 beschließt er mit 29 Jahren, die große Bühne Bundesliga endgültig zu verlassen und unterschreibt einen Vertrag beim australischen Erstligaclub Brisbane Roar. Dort schöpft er unter anderen Rahmenbedingungen nicht nur neuen Mut, sondern spielt plötzlich auch wieder so befreit und elegant Fußball, wie zu Beginn seiner Karriere. Am 13.03.2011 wird er mit Brisbane Roar australischer Meister. Bei der Wahl zu Australiens Fußballer des Jahres in Sydney belegt er den zweiten Platz.

“Ein großartiges Portrait, das den Zuschauer hautnah an Broichs Seelenleben teilhaben lässt. Diese Ehrlichkeit ist die größte Qualität dieses leisen, ungeschminkten Films.” 11 Freunde

“Pause schuf einen Film von faszinierender Dichte, der zugleich tiefste Einblicke in die Profi-Szene gewährt. Ein einzigartiges Projekt.” Kicker

Hier habe ich noch für die Lesefaulen die Trailer zum Film zusammengesammelt:

Mir hat der Film gut gefallen, ich empfehle ihn vorbehaltlos weiter und würde jedem Fußballinteressieren ans Herz legen, sich diese Dokumentation mal anzusehen. Die Termine der Spielzeiten sind auf der Website von Mindjazz Pictures zu finden.

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über Tiny Wings

Tiny Wings

Der fette Vogel bricht den Ast

Vor einiger Zeit zeigte mir ein Freund mal wieder eine seiner neusten Iphone App Errungenschaften. Es war ein Spiel, in dem man einem kleinen, aber klumpigen, Vogel mit zu kleinen Flügeln dabei behilflich ist, mit Hilfe einer Hügellandschaft zumindest ansatzweise so etwas wie Kurzstreckenflüge zu unternehmen.

Das Spielprinzip ist relativ einfach. Man drückt auf den Touchscreen, der Vogel legt die Flügel an und stürzt abwärts, man nimmt den Finger vom Screen weg, der Vogel fängt an, mit den kleinen Flügeln zu wedeln und bekommt ein wenig Auftrieb. Drücken sollte man, damit der Vogel die Hügel hinunterrutschen kann. Hat der Vogel das “Tal” erreicht, Finger wegnehmen und der Vogel rutscht den nächsten Hügel hoch und hebt, sofern man alles richtig gemacht hat, ab.

Kombiniert mit der (ich meine täglich wechselnden) farbenfrohen Hügellandschaft, durch die man sich von links nach rechts bewegt, kann man es schaffen, den Vogel beachtliche Entfernungen zurücklegen zu lassen. Berührt man die Wolken, bekommt man Extrapunkte. Schafft man 3 perfekte “Slides” (Rutscher die Hügel hinab) hintereinander, gelangt der Vogel in den sogenannten “Fever-Mode” und kackt kleine Sterne. Sieht hübsch aus, hat den netten Nebeneffekt, dass alle Punkte, die man in der Zwischenzeit sammelt, doppelt zählen.

Punkte bekommt man für unterschiedliche Dinge. Zum einen spielt die zurückgelegte Entfernung eine Rolle, dann die oben bereits erwähnten “Cloudtouches”. Weiterhin kann man noch Münzen einsammeln. Diese befinden sich nur auf den Hügeln, also nicht in der Luft. Zu den normalen Münzen gibt es auch noch welche, die einem einen ordentlichen Geschwindigkeitsboost verpassen.

Hauptziel des Spiels ist es, soviele Inseln wie möglich zu überqueren. Dabei muss man aufpassen, denn die Sonne, die zu Beginn des Spiels aufgeht und den Vogel aus seinem Schlaf weckt, geht im Laufe des Spiels immer weiter unter. Wenn die Sonne untergegangen ist, schläft das Federvieh wieder ein und das Spiel ist vorbei. Am Ende einer jeden Insel steigt die Sonne nochmal ein kleines bisschen hoch. Eigentlich hätte ich mir das ganze Gefasel auch sparen können, denn das folgende Video zeigt das Spielprinzip eigentlich verdammt gut.

Durch die etlichen kleinen Aufgaben, die es nebenbei zu erfüllen gilt, kann man sich immer wieder neue Nester erfliegen, die dafür verantwortlich sind, dass der Multiplikator für die gesammelten Punkte steigt. Dadurch wird das Spiel eigentlich ziemlich lange nicht langweilig. Tiny Wings ist im App Store erhältlich.

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weil ich ein Mongopusher bin

Rebel Rockers Skateboard“Hm”, wird sich nun der Eine oder Andere fragen, schubst da jemand an Trisomie 21 erkrankte Menschen durch die Gegend? Nicht ganz. Dieser Beitrag behandelt das Thema “Skateboarding”. Vor kurzem hatte ich beschlossen, dass ich wieder Besitzer und Nutzer eines Skateboards sein müsse. Ich erinnerte mich zurück an die Zeit, wo praktisch Jeder ein Brett sein eigen nannte und man den kompletten Tag damit verbrachte, irgendwelche Kunststückchen einzuüben, Ramps zu basteln, rumzulungern, oder den Homies Respekt zu zollen, wenn sie sich wieder todesmutig irgendwo runtergestürzt hatten.

Nachdem ich mir also bei Rebel Rockers in Düsseldorf ein schickes Board ausgesucht und erstanden hatte, und der erste Skate-Abend bedingt durch zuviel getrunkenes Maibock ins Wasser gefallen war, musste ich eine Weile auf den ersten Skateversuch seit ca. 15 Jahren warten.

In der Zwischenzeit dachte ich mir, es sei eine gute Idee, mal bei Youtube nach Skate-Tutorials Ausschau zu halten – Irrtum! 12 bis 13-jährige Jungs (und ich meine sogar Mädels) machen einem dort was vor und behaupten, es sei alles total leicht und gar kein Problem. Naja, ich ließ mich nicht beirren und stöberte weiter bis ich ein Video entdeckte, in dem die grundlegenden Techniken inklusive ihrer “Fachtermini” erklärt wurden: “Regular”, “Goofy”, “Mongopusher” – könnten alles Figuren aus Entenhausen sein, sind sie aber größtenteils nicht. Ich fasse mal eben zusammen:

  • Regular
    Beim Fahren steht der linke Fuß in Fahrtrichtung vorne, der rechte Fuß ist hinten.
  • Goofy
    Hier ist es umgekehrt: Der rechte Fuß steht in Fahrtrichtung vorne, während der linke Fuß hinten verweilt.

Kommen wir jetzt zum Mongopusher. Als Mongopusher wird eine Person bezeichnet, die mit dem hinteren Fuß beim Schwung holen (“pushen”) auf dem Skateboard steht und sich mit dem vorderen Fuß vom Boden abstößt. Beim überwiegenden Teil der Skater steht der vordere Fuß auf dem Brett. Und da es ja nahezu üblich geworden ist, sich über Minderheiten lustig zu machen, existieren auch jede Menge Beiträge und Videos im Netz, die das Thema (bzw. die Personen die) “mongopushen” auf die Schippe nehmen.

Es traf mich wie ein Schlag. Ich bin ein Mongopusher. Meine Gedanken rotierten. Was kann ich nur tun, was für Möglichkeiten habe ich? Ich kann versuchen, mir das mongopushen abzugewöhnen. Habe ich gestern bei meiner ersten Session im schönen Duisburger Rheinpark mit angefangen, ist aber gar nicht so leicht. Man bedenke: Jahrelang habe ich mongogepushed, ich bin einfach ein Mongopusher, schon immer gewesen. Wusste ich nur nie. Ich übe jetzt fleißig weiter, ich möchte nicht, dass man sich über mich lustig macht. Wer will das schon?

Mongopusher T-ShirtFür die Umgewöhnungszeit (oder den wahrscheinlicheren Fall, dass ich mir das Mongopushen nie abgewöhnt bekomme) habe ich mir erstmal ein T-Shirt bestellt, welches verkünden soll, dass ich ein Mongopusher und dazu auch noch stolz darauf bin. Stimmt zwar nicht, weiß aber keiner – Ich denke hier kann man getrost von einer “win/win Situation” sprechen.

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weil sich bei mir im Treppenhaus das Altpapier nur so stapelt.

PlattenspielernadelverpackungDer Mensch verbraucht im Jahr 57 kg Papier. In Deutschland sind es sogar 250 kg. Wenn man bedenkt, dass über 40% des weltweit geschlagenen Holzes in die Papierproduktion wandert, stellt sich die Frage, ob es wirklich so nötig ist, dass (Ur)Wälder für Dinge wie 18-lagiges Toilettenpapier, 3-schichtige Produktverpackungen oder hochwertigste Visitenkarten in elfenbeingleichem Couleur abgeholzt werden müssen.

Zwar ist es äußerst lobenswert, dass immer mehr Recyclingpapier zum Einsatz kommt – Deutschland ist aufgrund von Zeitungen und Verpackungspappen, die nahezu 100% aus Recyclingpapier bestehen, mit insgesamt ca. 80% des gesamten Papieraufkommens im Europaweiten Vergleich (48%) weit vorne) – aber dennoch stellt sich mir die Frage, ob es nötig ist, dass Tag für Tag eine Welle von Werbematerialien die Briefkästen in meinem Haus überflutet.

Ich bin zwar nicht komplett infomiert, was da alles für Chemikalien in die Papierherstellung fließt und wieviel Wasser dadurch verschmutzt wird, dennoch sei erwähnt, dass es bei Recyclingpapier deutlich weniger ist, als bei der Herstellung von Frischfaserpapier.

Obwohl also nun klargestellt ist, dass die ganzen Werbeprospekte in meinem Hausflur nicht auf Neupapier gedruckt ihres Daseins fristen, frage ich mich dennoch, ob folgendes Szenario wirklich so Woche für Woche stattfinden muss, wenn man bedenkt, dass wir im Zeitalter von Computern, Handhelds und Smartphones leben. Ich habe eine kleine Fotodokumentation erstellt, die zeigen soll, welcher Wahnsinn jede Woche bei mir im Treppenhaus stattfindet. Von Sonntagabend bis Sonntagabend geht meine kleine Fotoreihe.

Als Artikelbild habe die Versandverpackung einer kürzlich von mir bestellten Plattenspielernadel gewählt. Weitere Kommentare spare ich mir an dieser Stelle.

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auf drei Spiele in der “airberlin world”

airberlin worldAls Lena 2010 in Oslo nach Nicole im Jahr 1982 den zweiten deutschen “Eurovision Song Contest” Sieg einfuhr, dachte in Düsseldorf sicher keiner daran, dass dieses Ereignis Auswirkungen auf die Fortuna haben könnte.

Als dann am 12. Oktober 2010 die Entscheidung für den Austragungsort auf Düsseldorf und die ESPRIT Arena gefallen war und bekannt wurde, dass man die Arena für den Wettbewerb für 6 Wochen in Beschlag nehmen würde, fingen die Vermutungen und Überlegungen an, wo die Fortuna wohl ihre letzten drei Heimspiele der Saison 2010/2011 austragen könnte.

Zuerst war der Plan, das altehrwürdige Paul-Janes-Stadion am Flinger Broich von 7.200 auf ca. 18.000 Zuschauerplätze aufstocken könnte. Im Antrag beim DFB wurde das Bochumer rewirpowerstadion als alternativer Spielort angegeben, falls die Umsetzbarkeit des ursprünglichen Plans Probleme bereiten sollte.

Nach diversen Machbarkeitsstudien stellte sich dann heraus, dass der Boden unter dem Stadion dem Gewicht der geplanten Zuschauerkapazität nicht standhalten würde und man ihn entsprechend verstärken müsste. Zudem bereitete die nicht ausreichende Infrastruktur rund um das Stadion Kopfzerbrechen.

Plötzlich kam der Gedanke auf, die Infrastruktur der ESPRIT Arena zu nutzen und auf dem 43.000 m2 großen Trainingsgelände der Fortuna, welches sich direkt neben der Arena befindet, ein “mobiles” Stadion zu erbauen Am 11. Januar erteilte die Stadt Düsseldorf der Stadionbaufirma Nüssli dann den Auftrag für den Bau eines 20.168 Zuschauer fassendes Stadion für 2,8 Millionen Euro zu errichten, welches die Stadt dann mieten würde.

In einer Woche ist es soweit, dass Union Berlin zum ersten Spiel von Fortuna Düsseldorf in der “airberlin world” vorstellig wird. Die Hütte wird vermutlich ausverkauft sein und nach anfänglicher Skepsis der Fortuna Anhänger freuen sich mittlerweile die meisten doch auf die drei einmaligen Spiele und alle hoffen darauf, im Hexenkessel die Mannschaft dabei zu unterstützen, ihre Heimstärke weiterleben zu lassen.

Bilder: rewirpowerstadion – Wo st 01, ESPRIT Arena – Jörg Wiegels, Paul-Janes-Stadion – Smial, airberlin world – airberlin (alle CC-by-sa 3.0/de)

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über “Ganbatte, Nihon!”

Mein Arbeitskollege “ceno” hat für seine Freunde in Japan ein Video erstellt, mit dem er Ihnen ein bisschen Mut machen und zeigen möchte, dass die Menschen auch in Deutschland in Gedanken bei Ihnen sind. Wäre das hier jetzt Facebook, würde ich den “Gefällt mir” Button drücken.

Ich bin übrigens nicht im Video zu sehen, weil ich so hässlich bin. Deswegen von mir an dieser Stelle ein wohlwollendes “がんばって、日本!”

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über “nicht wirklich”.

SotpHalt, dies wollen wir nicht mehr sehen. Täglich wird von tausenden gedankenlosen Menschen der grausame Ausdruck “nicht wirklich” skrupellos benutzt. Gewissenlos nehmen sie dabei in Kauf, daß mindestens ebensoviele Leute mit “nicht-wirklich” Phobie darunter zu leiden haben.

Vielleicht sind auch Sie einer dieser rücksichtslosen Sprachrüpel. Haben Sie den Mut sich jetzt zu erheben und der Verwendung dieses Ausdruckes zumindest in ihrem eigenen Sprachgebrauch ein Ende zu setzen. Man wird es ihnen danken, denn:

“nicht wirklich” ist keine Lösung – wirklich nicht!

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wegen mit offenem Mund Kaugummi kauenden Menschen im Zug.

KaugummiWieso setzt sich jemand in einem halbvollen Zug genau mir gegenüber? Ich meine: Je nachdem, wer sich dort niederlässt, habe ich ja überhaupt keine Einwände. Gut geformte Damen beispielsweise dürfen sich gerne in meinen unmittelbaren Blickwinkel setzen. Sie können sich auch auf den freien Platz direkt neben mir setzen. Oder auf meinen Schoß. Alles gar kein Problem. Aber warum zum Teufel müssen es immer die hässlichen, wirklich nicht nett anzusehenden Menschen sein, die sich vis á vis hinsetzen?

Wäre an sich ja auch noch nicht das Riesenproblem. Schweift mein Blick eben recht angestrengt immer an ihnen vorbei zum Fenster raus oder sucht sich ansehnlichere Betrachtungsobjekte. Wenn diese Menschen einfach nur da sitzen und nichts tun würden.

Und mit “nichts tun” meine ich tatsächlich nichts. Niente, nada! Kein Rascheln irgendwelcher Nahrungsverpackungen, kein schweres Atmen, kein Schnarchen, kein lauthalses Telefonieren und vor allem: Kein Kaugummi kauen mit offenem Mund. Und damit bin ich auch schon bei dem Widerling angekommen, der mir gegenüber gesessen hatte. Solche Schmatzgeräusche bekommen nichtmal die für ihre Schmatzfähigkeiten bekannten rosanen, sich im Schmutz wälzenden Tiere hin, die gerne auch mal auf unseren Tellern landen.

Diese Person hätte ich zwar in diesem Moment nicht verspeisen wollen, aber ich hätte gerne die Schritte unternommen, die notwendig gewesen wären, um sie zur Weiterverarbeitung zu Nahrung vorzubereiten.

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über Sebastian23 gestern im “zakk” in Düsseldorf.

Sebastian23Mein herzlicher Dank geht heute raus an Sebastian23, der gestern als “Mann mit Strauß” (nein, nicht Andy Strauß) im Düsseldorfer “zakk” die Bühne betrat, um mit seinem neuen Programm “Dem Schicksal ein Schnittchen schmieren” den Saal hauptsächlich mit Heiterkeit, vereinzelt aber auch mit nachdenklichen Texten, Liedern, Gesten und vielem mehr zu erfüllen.

Angefangen von seiner schabrackigen Ex-Freundin über die Unterschiede zwischen “Koks” in Bochum und “Koks” in Düsseldorf, über das “Interessiert-mich-Pony” hin zu Liebesliedern für weibliche englische Strandhooligans (Strooligans) konnte er sich nach anfänglichen leichten Unsicherheiten im Text zu Beginn immer weiter steigern, gelangte zu Italienern am Flipper/Kicker und einem Liebessong über Darth Vader und lief zu Höchstform auf.

Seine Interaktion mit dem Publikum sucht seines Gleichen. Mir hat es gefallen, dem restlichen Publikum offenbar auch. War sicher nicht das letzte Mal, dass ich mir einen seiner Auftritte zu Gemüte geführt habe, denn wo sonst bekommt man quasi Helge Schneider, Max Goldt, Dendemann und viele andere in einer Person geboten?

Anbei findet ihr einen seiner gestern unter anderem vorgetragenen Texte als Video. Also nicht gestern aufgenommen, aber der gleiche Text.

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